100 Jahre Landschaftsarchitektur Gebaute Umwelt in Geschichte und Gegenwart

100 Projekte aus 100 Jahren Landschaftsarchitektur – so das Credo der Ausstellung des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten. Entstanden ist eine einzigartige Sammlung geplanter und gebauter Projekte in Freiraum und Landschaft in den Jahren zwischen 1913 und 2013. Zur Kontextualisierung stehen den Projekten fachliche und gesellschaftliche Fakten zur Seite.

Die ausgewählten Beiträge sind nicht selten Orte der alltäglichen Nutzung. Sie spiegeln das Leistungsspektrum des Berufsstandes und dessen Entwicklung in den letzten 100 Jahren wider und versinnbildlichen die gesellschaftliche Relevanz qualitätsvoller Landschaftsarchitektur. Die online-Ausstellung ist als ein „work in progress“ konzipiert.

Bild: RMP, Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten in Zusammenarbeit mit ASTOC, Architekten und Planer

100 Jahre Landschaftsarchitektur Gebaute Umwelt in Geschichte und Gegenwart

100 Projekte aus 100 Jahren Landschaftsarchitektur – so das Credo der Ausstellung des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten. Entstanden ist eine einzigartige Sammlung geplanter und gebauter Projekte in Freiraum und Landschaft in den Jahren zwischen 1913 und 2013. Zur Kontextualisierung stehen den Projekten fachliche und gesellschaftliche Fakten zur Seite.

Die ausgewählten Beiträge sind nicht selten Orte der alltäglichen Nutzung. Sie spiegeln das Leistungsspektrum des Berufsstandes und dessen Entwicklung in den letzten 100 Jahren wider und versinnbildlichen die gesellschaftliche Relevanz qualitätsvoller Landschaftsarchitektur. Die online-Ausstellung ist als ein „work in progress“ konzipiert.

Bild: RMP, Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten in Zusammenarbeit mit ASTOC, Architekten und Planer

100 Jahre Landschaftsarchitektur Gebaute Umwelt in Geschichte und Gegenwart

Vom Kaiserreich zur Weimarer Republik 1913-1932

In der Endphase des Kaiserreiches kulminierte der Wunsch nach gesellschaftlicher Erneuerung in einer Reformbewegung, die auch die Freiraumplanung beeinflusste. Geradlinigkeit und formale Strenge sollten bessere Nutzbarkeit gewährleisten. In der Weimarer Republik verkörperten Freiraumkonzepte im Sinne der Moderne und des Expressionismus ebenfalls die Suche nach neuen Ausdrucksformen und Nutzungsmöglichkeiten. Dominant blieb bei aller Ambivalenz der Strömungen aber das reformgeprägte Gestalten.

Bild: Erwin Barth • Architekturmuseum TUB, 40713

Vom Kaiserreich zur Weimarer Republik 1913-1932

In der Endphase des Kaiserreiches kulminierte der Wunsch nach gesellschaftlicher Erneuerung in einer Reformbewegung, die auch die Freiraumplanung beeinflusste. Geradlinigkeit und formale Strenge sollten bessere Nutzbarkeit gewährleisten. In der Weimarer Republik verkörperten Freiraumkonzepte im Sinne der Moderne und des Expressionismus ebenfalls die Suche nach neuen Ausdrucksformen und Nutzungsmöglichkeiten. Dominant blieb bei aller Ambivalenz der Strömungen aber das reformgeprägte Gestalten.

Bild: Erwin Barth • Architekturmuseum TUB, 40713

Vom Kaiserreich zur Weimarer Republik 1913-1932

Die Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945

Die Landschaftsarchitektur in der NS-Zeit ist politisch schwer belastet. Der Berufsstand erfuhr mit Berufsverboten und Verfolgungen schwere Einschränkungen und Verluste. Die Haltung der aktiven Kollegen reichte von unfreiwilliger Anpassung über Zustimmung bis zur aktiven Unterstützung des Regimes. Die demokratischen Berufsverbände wurden zerstört. Das Gestaltungsspektrum wurde nivelliert und ideologisch kontrolliert. Im Bereich der Landschaftsplanung entstanden Planungsmethoden, die nach der NS-Zeit weiterentwickelt wurden.

Bild: BArch, Bild 146-1979-096-13A / o.Ang. / CC-BY-SA 3.0

Die Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945

Die Landschaftsarchitektur in der NS-Zeit ist politisch schwer belastet. Der Berufsstand erfuhr mit Berufsverboten und Verfolgungen schwere Einschränkungen und Verluste. Die Haltung der aktiven Kollegen reichte von unfreiwilliger Anpassung über Zustimmung bis zur aktiven Unterstützung des Regimes. Die demokratischen Berufsverbände wurden zerstört. Das Gestaltungsspektrum wurde nivelliert und ideologisch kontrolliert. Im Bereich der Landschaftsplanung entstanden Planungsmethoden, die nach der NS-Zeit weiterentwickelt wurden.

Bild: BArch, Bild 146-1979-096-13A / o.Ang. / CC-BY-SA 3.0

Die Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945

Die Nachkriegszeit 1945-1960

Der stark auf den Autoverkehr ausgerichtete Wiederaufbau schuf die "autogerechte Stadt". Die Wohnraumproblematik blieb für Jahre akut, die Siedlungsplanung bestimmende Aufgabe. Mit wachsendem Umweltbewusstsein nahm das Aufgabenfeld der "Landespflege" Kontur an. In den Nachkriegsjahren war der Berufsstand personell von Kontinuität geprägt. Gestalterisch wurde an im Nationalsozialismus diffamierte moderne Ausdrucksformen angeknüpft, wobei in den beiden deutschen Staaten unterschiedliche Freiraumkonzeptionen sichtbar wurden.

Bild: www.bilderbuch-berlin.net

Die Nachkriegszeit 1945-1960

Der stark auf den Autoverkehr ausgerichtete Wiederaufbau schuf die "autogerechte Stadt". Die Wohnraumproblematik blieb für Jahre akut, die Siedlungsplanung bestimmende Aufgabe. Mit wachsendem Umweltbewusstsein nahm das Aufgabenfeld der "Landespflege" Kontur an. In den Nachkriegsjahren war der Berufsstand personell von Kontinuität geprägt. Gestalterisch wurde an im Nationalsozialismus diffamierte moderne Ausdrucksformen angeknüpft, wobei in den beiden deutschen Staaten unterschiedliche Freiraumkonzeptionen sichtbar wurden.

Bild: www.bilderbuch-berlin.net

Die Nachkriegszeit 1945-1960

Vom Bau bis zum Fall der Mauer 1961-1989

Politisch geprägt wurde diese Epoche vom West-Ost-Konflikt. Gesellschaftlich bedeutend waren der Umgang mit Freiräumen, der Verbrauch von Landschaft und der Wandel des Umweltbewusstseins, die Ansätze zur Raumordnung und Landschaftsplanung sowie die Gartendenkmalpflege hervorbrachten und sich später auch auf die Objektplanung auswirkten. In der Landschafts- und Stadtentwicklung wurde im Westen zunehmend die Partizipation von Bürgern praktiziert. Gegen Ende der 80er Jahre kam ein neues Verständnis von Landschaftsarchitektur als gestalterisch-künstlerische Disziplin auf.

Bild: Franzfoto • Creative Commons CC BY-SA 3.0

Vom Bau bis zum Fall der Mauer 1961-1989

Politisch geprägt wurde diese Epoche vom West-Ost-Konflikt. Gesellschaftlich bedeutend waren der Umgang mit Freiräumen, der Verbrauch von Landschaft und der Wandel des Umweltbewusstseins, die Ansätze zur Raumordnung und Landschaftsplanung sowie die Gartendenkmalpflege hervorbrachten und sich später auch auf die Objektplanung auswirkten. In der Landschafts- und Stadtentwicklung wurde im Westen zunehmend die Partizipation von Bürgern praktiziert. Gegen Ende der 80er Jahre kam ein neues Verständnis von Landschaftsarchitektur als gestalterisch-künstlerische Disziplin auf.

Bild: Franzfoto • Creative Commons CC BY-SA 3.0

Vom Bau bis zum Fall der Mauer 1961-1989

Von der Wiedervereinigung bis zur Energiewende 1990-2013

Mit dem Fall der Mauer begann auch für die Landschaftsarchitektur ein neuer Zeitabschnitt. Nach der Wiedervereinigung wurde das westdeutsche Planungssystem auf die neuen Bundesländer ausgedehnt und Städte und Dörfer wurden saniert. Es galt Konversionsflächen zu entwickeln, Umweltschäden zu beheben und auf Schrumpfungs- wie auch auf Wachstumsprozesse im urbanen und ländlichen Raum zu reagieren. Fehlende Mittel für die Unterhaltung von den vielen neu entstandenen Freiräumen, demographischer Wandel, Klimawandel und Energiewende werden auch in den nächsten Jahren bestimmende Herausforderungen sein.

Bild: Bente Stachowske • IBA Hamburg GmbH

Von der Wiedervereinigung bis zur Energiewende 1990-2013

Mit dem Fall der Mauer begann auch für die Landschaftsarchitektur ein neuer Zeitabschnitt. Nach der Wiedervereinigung wurde das westdeutsche Planungssystem auf die neuen Bundesländer ausgedehnt und Städte und Dörfer wurden saniert. Es galt Konversionsflächen zu entwickeln, Umweltschäden zu beheben und auf Schrumpfungs- wie auch auf Wachstumsprozesse im urbanen und ländlichen Raum zu reagieren. Fehlende Mittel für die Unterhaltung von den vielen neu entstandenen Freiräumen, demographischer Wandel, Klimawandel und Energiewende werden auch in den nächsten Jahren bestimmende Herausforderungen sein.

Bild: Bente Stachowske • IBA Hamburg GmbH

Von der Wiedervereinigung bis zur Energiewende 1990-2013

100 Projekte aus 100 Jahren Landschaftsarchitektur – so das Credo der Ausstellung des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten. Entstanden ist eine einzigartige Sammlung geplanter und gebauter Projekte in Freiraum und Landschaft in den Jahren zwischen 1913 und 2013. Zur Kontextualisierung stehen den Projekten fachliche und gesellschaftliche Fakten zur Seite.

Die ausgewählten Beiträge sind nicht selten Orte der alltäglichen Nutzung. Sie spiegeln das Leistungsspektrum des Berufsstandes und dessen Entwicklung in den letzten 100 Jahren wider und versinnbildlichen die gesellschaftliche Relevanz qualitätsvoller Landschaftsarchitektur. Die online-Ausstellung ist als ein „work in progress“ konzipiert.

Bild: RMP, Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten in Zusammenarbeit mit ASTOC, Architekten und Planer


Die Kuratoren

Anlässlich des 100jährigen Bestehens des bdla erfolgte ein intensiver Rückblick auf die Geschichte der Profession. Innerhalb des Verbandes wurden zahllose Beispiele für das Wirken von Landschaftsarchitekten zwischen 1913 und 2013 zusammengetragen. Ohne Anspruch auf wissenschaftliche Vollständigkeit, aber mit viel Expertise und bemerkenswerten ehrenamtlichen Engagement wählten - unter der Leitung der Initiatorin Almut Jirku – die Kuratoren Stefanie Hennecke, Inga Hahn, Karl Ludwig, Martin Prominski, Johannes Schwarzkopf und Kai Tobias wichtige Projekte, Ereignisse und Entwicklungen aus.

Die Autoren

Insgesamt 64 Autoren stellten sich dem Anspruch, die ausgewählten Projekte und Ereignisse nicht nur fachlich fundiert, sondern auch für die breite Öffentlichkeit ansprechend aufzubereiten. Dank des ehrenamtlichen Engagements der Autoren ist im Ergebnis aus allen verschiedenartigen Betrachtungswinkeln ein kompaktes Kompendium der Landschaftsarchitektur entstanden, das nicht nur im Internet seines gleichen sucht: Die Autoren

Die H. Lorberg Baumschulerzeugnisse GmbH & Co KG hat den bdla bei der Realisierung der Ausstellung finanziell unterstützt und zehn Fachereignisse zum eigenen Wirken beigesteuert.

Der Verband

Mit der online-Ausstellung „100 Jahre Landschaftsarchitektur“ publiziert der bdla einen weiteren Mosaikstein seiner online-Kommunikation. Seit nunmehr 100 Jahren versteht sich der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla als Sprachrohr für selbstständige, angestellte und beamtete Landschaftsarchitekten und den beruflichen Nachwuchs. Der Verband betreibt Öffentlichkeitsarbeit für die Profession, vertritt ihre Interessen und Positionen gegenüber Politik, Verwaltung und Wirtschaft und richtet sich in der baukulturellen Informationsvermittlung auch an die breite Bevölkerung: Der Verband.

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